
Oder anders gesagt: Die Universitas holt bei der Nordseewoche den Titel „schnellstes Vereinsschiff“.
Aber von vorne: Erst einmal musste die Universitas überhaupt nach Cuxhaven kommen, um dort bei der Nordseewoche an den Start zu gehen. Los ging es am 20.05.2026 mit typisch norddeutschem Wetter: Regen, Sonne, Regen – auf der ersten Etappe von Rostock nach Kiel. Am nächsten Tag wartete schon das Schleusenabenteuer und der Nord-Ostsee-Kanal auf uns. Unser erstes Schleusenmanöver direkt neben einem riesigen Flusskreuzfahrtschiff meisterten wir erfolgreich.
Danach wurde es erst einmal etwas eintöniger: 98 km geradeaus fahren. Das Highlight unterwegs war definitiv die Schwebefähre in Rendsburg. Gegen 21 Uhr erreichten wir schließlich Brunsbüttel, wo auch der Rest der Crew zu uns stieß.
Am nächsten Tag ging es weiter nach Cuxhaven. Die Elbmündung mit fünf Knoten Strom von hinten und ständigem Frachtschiffsverkehr war eine ganz neue Erfahrung. Im vollen Hafen angekommen, verbrachten wir den Nachmittag mit Bootsbasteleien, Eisessen und Baden. Die Vorfreude auf die Regatten stieg spürbar – morgen geht’s endlich richtig los.
Am Samstag stand die Hinregatta nach Helgoland an. Der Start erfolgte bei wenig Wind von hinten und ordentlich Strom, der uns von alleine über die Startlinie schob. Je näher wir Helgoland kamen, desto mehr drehte der Wind, sodass die letzten Meilen bis zur Insel schließlich zur Kreuz wurden. Unser Ziel, nicht Letzter zu werden, haben wir dabei mit Platz 9 deutlich übertroffen. Nach Ankunft blieb sogar noch Zeit, um der “Langen Anna” einen Besuch abzustatten.
Der Sonntag brachte dann echtes Karibikfeeling: Sonne, 10–12 Knoten Wind und perfekte Bedingungen für die Regatta „Rund Helgoland“. Für uns lief es richtig gut – wir wurden schnellstes Vereinsschiff und konnten tatsächlich einen Pokal mit nach Hause nehmen. Dieser wurde bis 3 Uhr früh kräftig gefeiert. Zuvor ging es zum Duschen entweder ins Freibad oder direkt ins Meer auf der Düne, inklusive Seehund- und Kegelrobbenkino.

Am Montag folgte schließlich die Rückregatta nach Cuxhaven. Bei wenig Wind wechselten wir ständig zwischen Code Zero und Fock und segelten nur langsam Richtung Festland. Um 16:00 Uhr brachen wir die Regatta schließlich ab, denn wir mussten unbedingt pünktlich um 21:30 Uhr die letzte Schleuse in Brunsbüttel erreichen. Mit gerade einmal drei Knoten Fahrt sah das zwischenzeitlich eher schlecht aus – selbst wenn uns der Strom später noch unterstützen würde.
Gerade eben so schafften wir die letzte Schleusung noch rechtzeitig. In Brunsbüttel verabschiedete sich schließlich ein Teil der Crew, während der Rest die Universitas zurück nach Rostock überführte.
Ab Kiel hatten wir das erste Mal am Wochenende sinnvollen Wind und düsten mit A5 bei bis zu 15 kn Fahrt im Schiff auf die Molenköpfe zu. Mit letzter Energie räumten wir morgens um 4 Uhr die Uni auf, denn sie sollte am Abend schon zur Mittwochsregatta wieder los.
Als erste Nordseeerfahrung für den größten Teil der Crew war das Pfingstwochenende trotz der untypischen Karibik-Bedingungen eine sehr lohnenswerte Erfahrung. In zwei Jahren sind wir dann bestimmt auch wieder bei Rund Skagen mit am Start!





