
Wie einige von euch vielleicht schon gesehen oder mitbekommen haben, hat die Universitas einige neue Segel. Dieses Jahr wurden wir für die Kieler Woche von Dimension Polyant, einem großen Segeltuchhersteller, unterstützt. DP hat Tuch für vier neue Segel zur Verfügung gestellt und Jonas Renken und sein Team haben die Segel gefertigt. Im Gegenzug haben wir während der KiWo zwei Ausfahrten mit DP und der Sportmarketingagentur Hoeppner gemacht und haben mit den neuen Segeln an der Aalregatta und dem Silbernen Band teilgenommen.
Wir möchten uns hier nochmal herzlich bei Dimension Polyant, Andrea Hoeppner und Jonas Renken und ihren Teams für ihre Unterstützung und die gute Zusammenarbeit bedanken.
Alles begann an einem Freitag um 4 Uhr morgens. Nach einem kurzen Aufklaren des Bootes hieß es Leinen los - auf geht es nach Kiel. Die Windvorhersage war mau, trotzdem zogen wir hinter den Warnemünder Molenköpfen den A2 und versuchten den Wind einzufangen. Da die Logge allerdings eine viel zu geringe Geschwindigkeit anzeigte und der Wind gegen uns drehte, wurde kurzerhand der Genakker geborgen und der Motor gestartet. So verhielt es sich auf der gesamten Überfahrt. Mal gab es guten Wind und wir konnten eine halbe Stunde lang am Wind segeln, mal musste der Motor uns tatkräftig unterstützen. In der Flaute machten uns die Temperaturen zu schaffen und so waren wir schon recht müde, als wir gegen 21 Uhr dann endlich in Kiel - Schilksee ankamen. Dann hieß es Ausschau halten nach einer geeigneten Box. Nach einmaligem Umparken stauten wir noch verschiedene Segel und andere Dinge aus und legten uns schlafen. In der Nacht auf Samstag wurden wir gegen halb vier von einem tobenden Sturm mit Regen und entfernten Blitzen geweckt. Leon, der an Deck schlief, wurde in den Salon gebracht und es wurde ein kurzer Check durchgeführt, ob alles noch wetterfest war.

Am Samstag klingelte um 6:30 Uhr der Wecker, es wurde gefrühstückt und nach einem unspektakulären Ablegemanöver ging der Kurs gen Kiel - Düsternbrook. Dort waren die verschiedenen Startgruppen der Aalregatta entweder schon gestartet oder in der Vorbereitung, und nach einem kurzen Fock-Trimm- und Kreuzfahrtschiffausweichmanöver ertönte auch für uns um 10:15 Uhr der Startschuss. Direkt nach dem Start zogen wir den neuen A2. Nach einer Sanduhr in der ersten Halse wurden diese mit Mal zu Mal routinierter und wir fuhren die Kieler Förde bis kurz vor den Kieler Leuchtturm hoch. Nach der letzten roten Backbord-Tonne luvten wir an und zogen den Code Zero. Dann drehte jedoch der Wind und ließ nach, sodass wir mit einer Fock durchs Wasser dümpelten. Das war aber nicht schlimm, denn es kreuzten uns drei Frachtschiffe in schneller Fahrt. Der Wind nahm glücklicherweise wieder zu und wir fuhren halbwind zur Stollergrund-Nord-Tonne, danach luvten wir an und kreuzten in die Eckernförder Bucht. Wir ließen die Mittelgrund-Nord-Tonne backbordseitig liegen und fuhren durch das Gate zu Beginn des militärischen Warngebietes. Danach kreuzten wir weiter bis zur Ziellinie vor Eckernförde, welche wir gegen 15:30 Uhr passierten. Im Eckernförder Hafen angekommen waren leider schon alle passenden Boxen belegt, weshalb wir uns als dritte in ein Päckchen legten, welches im Verlauf des Nachmittags auf insgesamt 11 Boote wuchs. Wir gingen baden, kochten und ließen den Abend entspannt an Bord oder bei Live-Musik auf der Segler-Party ausklingen.
Am Sonntag war der Start erst um 11 Uhr, weshalb wir um 8 Uhr frühstückten und danach das Boot und uns seetüchtig machten. Das Ablegen ging dann recht schnell, da gegen 9 Uhr die hinter unserem Päckchen liegenden Boote raus wollten und die Päckchen sich plötzlich aus allen Richtungen gleichzeitig auflösten. Flaute-bedingt verzögerte sich der Start um circa eine Stunde, aber der Wind kam und wir gingen mit einer super Start-Position an die Kreuz gen Stollergrund-Nord-Tonne.
Wir machten gute Fahrt mit bis zu 7 Knoten und konnten unsere gute Platzierung im Feld verteidigen. Leider kam es zu einer Bahnverkürzung durch die Wettfahrtleitung, weshalb die Regatta dann bereits bei der Stollergrund-Nord-Tonne endete und nicht wie ursprünglich vorgesehen vor Kiel - Schilksee.
Nach der vorzeitig beendeten Wettfahrt zogen wir den Genakker und segelten gemütlich die Strecke weiter zurück Richtung Schilksee, wo wir gegen 16 Uhr ankamen. Dann hieß es aufräumen, putzen und das letzte Mittagessen verspeisen. Wir sind an diesem Tag auf Platz 11 von über 30 Booten in unserer Klasse gelandet; ein gutes Ergebnis, mit dem wir sehr zufrieden sind.





