
Es ist Samstag der 19.9.2026. Marius hat zum Segeltraining auf der Ostsee gerufen. Seine gesetzten Voraussetzungen haben gerade so erfüllt. 6 Personen bzw. 3 Teams haben sich um 10 Uhr am Verein zusammen gefunden, um mit zwei RS500 Segelpraxis auf der Ostsee zu sammeln. Das Wetter ist gut. Wind soll aus Süd kommen mit 8-15 kn und angekündigten Boen bis 25kn. Gut dass das dritte Team auf dem Schlauchboot mitfährt, sodass jederzeit unterstützt werden kann, falls was schief geht. Die Wellen sollten nicht so hoch sein beim ablandigen Wind, allerdings stand doch noch ordentlich Welle aus West von den letzten Tagen. Egal.
11 Uhr waren wir dann soweit. Die RS500 waren aufgetakelt und das Schlauch mit allerhand Seesäcken, Klamotten, Signalen und Zeug voll bepackt.
Wir fahren los und es dauert nicht lange, keine 15 Minuten, und die RS500 liegen abwechselnd im Wasser. "Ohje, das kann ja was werden" dachte ich mir angesichts der Strecke die wir noch vor uns hatten. Auf dem Weg nach Warnemünde kamen noch weitere 7-10 Kenterungen hinzu. Der Weg dorthin war trotzdem schön und gut zum Einsegeln.
Auf der Ostsee ging der Spaß dann richtig los. Erst sind wir Richtung Osten gesegelt. Die Wellen waren höher als erwartet und der Wind ordentlich ruppig. Nach einer Weile verständigten wir uns zur Reede Tonne (Richtung Westen) zu segeln um diese dann als Wendemarke für den fiktiven Up-and Downkurs zu nutzen. Doch die Bedingungen dort waren wirklich wild, sodass wir die nächste Tonne Richtung Land auswählten, wo es dann ruhig genug war um mal 5-10 Minuten ohne Kenterung zu segeln.
Dort tauschten wir dann auch mal die Teams durch. Jan und ich, die bisher nur auf dem Schlauchboot waren, wechselten auf den RS500.
Für mich, nach 1,5 Monaten Segelpause, das zweite Mal in meinem Leben auf dem kleinen und agilen RS500. Es hat Spaß gemacht und den RS500 zu segeln und auch mal voll im Trapez zu stehen. Mit gesetztem Gennaker ging der RS500 dann richtig los! Blitzschnell segelten wir über die Ostsee bis uns die erste Kenterung stoppte. Etwas 45 Minuten und ca. 5 Kenterungen später, war mein Kenterpensum für den Tag ausgereizgt und ich wechselte zurück auf das Schlauchboot.
An dieser Stelle, lasse ich nun lieber die Bilder und das Youtube Video sprechen. Seht selbst warum :-)
Alles im Allem war es ein gelungener Tag! Wir hatten viel Spaß und die segelwilligen RS500er Segler konnten ordentlich Segelzeit unter anspruchsvollen Bedinungen bei Wind und Welle auf der Ostsee sammeln.
Mathias














