
Am Freitag den 27. Juni ging es für die Universitas auf zu ihrer letzten Regatta auf der Kieler Woche (KiWo): dem Silbernen Band.
Mit etwas Verspätung, guter Sonne und ordentlich Wind, begaben wir uns ins Chaos vor der Startlinie. Ganz pünktlich waren wir zwar nicht über die Linie, doch kurz nach Start der Regatta waren wir dann wieder guter Dinge und froh keinen Gennaker gesetzt zu haben. Von unserer Position konnten wir nämlich super die Sonnenschüsse der anderen Boote beobachten. Wir nahmen Kurs auf LyO(?) und waren mit unserer J3 auch gar nicht schlecht unterwegs. Bis 21 Uhr sind wir auf festen Positionen gefahren und danach ins Wachsystem gestartet. Die ca. 120 Seemeilen durch die dänische Inselwelt erforderten ein Schlafen im Wechsel. Die Nacht bot einiges an Windwechsel - und dementsprechend auch einiges an Setz- und Bergemanövern: Wir sind mehrere Gennaker gefahren, haben mehrfach die Fock gepeelt, aus- und wieder eingerefft.
Nachts durch den Svendborgsund zu fahren war auch navigatorisch eine Herausforderung, der wir uns aber mit Freude gestellt haben. Irgendwann am frühen Morgen (das Zeitgefühl war mittlerweile verloren gegangen) haben wir dann die Nordspitze Langelands erreicht und mussten von unserem schlaffreundlichen Raum- bis Halbwindkurs auf eine harte Kreuz umschwenken.
Böiger Wind und uneinige Vorhersagen machten hier die Wahl der richtigen Besegelung ein bisschen kompliziert. Doch wir kamen gut voran und erreichten schließlich nach 19h und 39 min am frühen Nachmittag das Ziel am Kieler Leuchtturm. Der Wind hatte mittlerweile immer weiter aufgefrischt, sodass wir hinter der Ziellinie schnell nochmal einrefften. Von der Ziellinie bis Schilksee konnten wir dann noch so einige Jollenregatten bestaunen, die es bei den 27 kn Böen auf dem Stollergrund auch nicht ganz einfach hatten. Hundemüde aber glücklich kamen wir schließlich am Steg an. In Kiel gab‘s dann ordentlich was zu essen und einen kleinen Crewwechsel. Nach kurzer Umbaupause sind wir nämlich direkt weitergefahren zu unserem Lieblingshafen: Rostock.




