• Akademischer Segler-Verein zu Rostock e.V.,Uferpromenade 1, 18147 Rostock

Universitas segelt Rund Bornholm 2014

Die Warnemünder Woche hat in diesem Jahr wieder über 2.000 Segler aus 28 Nationen an unser hübsches Stückchen Ostsee gezogen und auch die Universitas war natürlich wieder dabei. Nachdem wir im vergangenen Jahr im Rahmen der IDM Seesegeln gut mitfahren konnten wollten wir auch dieses Jahr wieder gute Resultate liefern.

Der Start musste wegen des Einlaufens einer Fähre verschoben werden und wir segelten und gerade noch vor der Mole etwas ein, als sehr plötzlich das 5-Minuten Signal per Funk durchgegeben wurde. Jetzt mussten wir uns ran halten und schafften es, eine Minute vor dem Start, wieder hinter der Linie zu sein. Eine schnelle Wende und dann verließen wir als erste das Feld anführend die Molenköpfe von Warnemünde. Nach einem Slalom durch die Jollenbahnen wurde der Spi gesetzt und herrliche 3-4 Bft. und Sonnenschein begleiteten uns die Mecklenburger Küste gen Bornholm. Schnell lag Darßer Ort und der Windpark „Baltic 1“ hinter uns und zum Beginn der ersten Nachtwache gegen 22:00 entschwanden schon die Lichter von Dornbusch und Kap Arkona. Da der Wind allmählich auf Nord drehte, musste der Spi dann Runter und wir fuhren hoch am Wind einen nördlichen Bogen, um mit der weiteren Drehung auf Nordost am Morgen genau an der Südspitze von Bornholm anzukommen.

 

Der Plan ging auch fast auf. In der Nach war der Wind teilweise sehr schwach und starker Nebel machte die Wachen nicht nur anstrengend, sondern auch sehr feucht. Mit zwei kurzen Kreuzschlägen am frühen Morgen erreichten wir dann gegen 08:00 den Leuchtturm Dueodde an der Südspitze Bornholms. Der Wind frischte wieder auf 4-5Bft auf und wir konnten uns beim Frühstück an der Ostküste vorbei schieben und uns mit der Varianta 44 „Maximum“ und der Pogo 40 wieder schön enge Duelle liefern, nachdem sich das Feld in der Nacht auseinander getrieben hatte. Entlang der Nordostküste hieß es wieder: „Lass mal Spi ziehn!“ Es war zwar ein recht spitzer Kurs, aber bei zunehmendem Wind und Welle konnten wir Hammer Odde an der Nordspitze gut anliegen und uns gegen 14:00 an der Ecke vorbei mogeln. Leider ließen uns die Varianta und die Pogo etwas stehen, aber wir konnten erfreut feststellen, dass uns hier erst einige Schiffe aus unserer Gruppe entgegen kamen, die also noch nicht ganz die Hälfte des Kurses absolvierten hatten –wir dagegen schon wieder auf dem Weg nach Hause waren.

Bis an das Verkehrstrenungsgebiet im Bornholmsgat setzen wir unseren Kurs Richtung Westen fort und halsten dann, um parallel zum VTG dann Kurs auf Arkona zu nehmen. Inzwischen hatten wir gut 6Bft und mit viel pump-Einsatz an der Spi- und Großschot surften wir mit 12kn die gefühlt 5 Meter hohen Wellen runter. Ein Riesenspaß!

 

In der Abenddämmerung nahm der Wind weiter zu und hielt sich die ganze Nacht durch konstant bei 6-7 Bft. Noch bevor sich die erste Wache um 22:00 in die Kojen legte, hatten wir mit einer heranrollenden Gewitterfront zu kämpfen. Der Spi ging runter und ein Reff wurde ins Groß gezogen. Dabei rauschte auf einmal die Großschot aus –der Achtknoten hatte sich gelöst- und es war kurz Chaos angesagt. Aber ein paar Minuten später war wieder alles unter Kontrolle und 4 Mann legten sich schlafen. Gerade für die 3er Wache war es jetzt eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, im Stockdunklen die Uni unter Spi weiter auf Kurs zu halten.

Um in der Nacht aus Sicherheitsgründen auf die Halsen zu verzichten, haben wir kurz vor dem geplanten Wachwechsel um 03:30 eine Q-Wende ohne Spi eingelegt. Doch gerade, als der Spi geborgen werden sollte, luvte uns eine kräftige Böe ordentlich hoch und drückte das Groß ins Wasser. Die Relingstützen verschwanden in der weißen Gischt und alle schauten –zum Glück in voller Montur und mit eingepickten Lifebelts- senkrecht hinab in Wasser. Jetzt half nur noch ein beherzter Griff ans Spifall: auf damit, ausrauschen lassen und Spi wieder am Bord ziehen. Aber unsere alte Dame richtete sich wieder auf. Nach dieser Aktion standen alle unter Adrenalin und an Schlaf war nicht zu denken: also wurde erstmal Kaffee gekocht.

Leider hatte sich auch die Verbindung vom Topnanten an den Spibaum gelöst, weshalb wir den Spi nicht wieder setzen konnten. Erst im Morgengrauen, als sich der Wind und die See hinter Darßer Ort wieder etwas beruhigt hatten, konnten wir einen hoch in den Mast ziehen, um den Topnant wieder herunter zu holen. Dann ging auch gleich der Spi wieder hoch und wir konnten sehr zur Freude mit ansehen, wie die gerade achteraus aufgetauchte Pogo wieder kleiner wurde. Um 08:09 passierten wir die Ziellinie und waren froh über das Stegbier und die warme Suppe an der Mittelmole. Nach den 299sm über Grund in knapp 43 Stunden belegten wir letztendlich einen passablen 6. Platz in unserer Gruppe ORC B (9 Starter) und insgesamt einen 10. Platz von 56 gestarteten Schiffen. Besonders gefreut hat uns, dass wir berechnet sogar das halbe Feld aus Gruppe ORC A hinter uns gelassen haben. Den Siegern gratulieren wir zu ihrer Leistung!

Vielen Dank an die ganze Crew für die tolle Regatta mit jeder Menge Spaß und an den ASVzR, der uns das ganze erst möglich macht!

 

Universitas-Crew Rund Bornholm 2014:

Gunnar, Hauke, Frank, Johannes, Steven, Jannis und Torben |GER 443

Ergebnisse:

http://www.raceoffice.org/data/wawo2014/wawo2014.8170.pdf

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