• Akademischer Segler-Verein zu Rostock e.V.,Uferpromenade 1, 18147 Rostock

Herrentagstörn 2001

Dirk Schietke
Regina Bruhn
Christoph Boelcke
Stephan Joschko
Niels Rickert
Sören Thiele

Herrentag 2001 (Bericht: Dirk Schietke)

Es war endlich wieder soweit. Raus auf die Ostsee und den ganzen Mist an Land hinter sich lassen.
Im Gegensatz zu den letzten Jahren hatten wir einmal wieder unser 6-Mann-Crew voll. Es wurde überlegt, ob wir noch Mittwoch Abend ablegen, aber da Niels erst spät aus Magdeburg kam, verzichteten wir auf das Vergnügen einer Nachtfahrt und bunkerten in Ruhe.
Den Abschluß der Stauarbeiten feierten wir bei einigen Pizzen, die wir uns von einem Pizzabäcker holten.

Die Routenplanung wurde intensiv unter Zuhilfenahme diverser Übersegler auf dem Steg diskutiert. Durch Guldborgsund und Smalandsfahrwasser oder Fehmarnbelt oder -sund und Großen Belt? Wir entschieden uns wegen der größeren Hafendichte für die erste Route und verabredeten mit U2 Femø als Etappenziel vor Spodsbjerg. Der BUK wollte die zweite Route wählen.
Am nächsten Morgen kamen wir um 5.40 Uhr los. Aufgrund von Windmangel musste Rudolpho ran. Hinter der Mole konnten wird dann segeln. Die Sonne kam hervor und Niels setzte sich trotz niedriger Temperaturen zwecks Pigmentehaschen mit freiem Oberkörper ins Cockpit. Weiterlesen


Auf dem Weg nach Gedser sah ich bei den Püttingeisen der Leewanten irgend etwas klemmen. Ich dachte es sei Dreck, wollte es entsorgen und hatte 2 Zehn-Mark-Scheine in der Hand. Wie sich herausstellte, waren sie Christoph aus der Tasche gerutscht. Jaja, den Studenten heutzutage sitzt das Geld ziemlich locker.
Nachdem er sein Geld wiedererhalten hatte, wartetet auf Christoph die 2. Freude. Wir passierten eines seiner Lieblingsfotomotive (rostige Frachter aller Art) sehr dicht am Heck.
Den Guldborgsund konnten wir bis zur Brücke von Nykøbing bei Halbwind bis Anleger bei Geschwindigkeiten bis über 7 Knoten passieren. Hinter der Brücke legten wir uns im Yachthafen außen an die Mole und machten Mittag. Danach ging es unter Maschine weiter, den Wind und Strom kamen von vorne. Kurz vor der Brücke von Guldborg stieß die U2 zu uns, die jetzt mit der Maschine der UNIVERSITAS etwas übermotorisiert ist. Ein kurzer Versuch unsererseits, in der inzwischen aufgetretenen Flaute, segelnd Femø zu erreichen, täuschte die U2, die ihrerseits die Segel setzte und beharrlich gegen die Flaute aufkreuzte. Wir vertrauten auf Rudolpho und liefen Femø südlich an, während U2 den Weg nördlich um die Insel wählte. Nach uns liefen dann die U2 und die KRÜSELWIND in den Hafen ein.
Abends beschlossen wir, die 3 einsamen Segler der U2 mit etwas alkoholischen Getränken heimzusuchen. Die müssen sich ja ziemlich verloren auf ihrem großen Schiff vorkommen. Aber wir waren zu langsam und wurden vorher geentert. Als sich dann noch die 2-Personen-Crew des verbleibenden ASV-Schiffes (KRÜSELWIND) über die SHANTY ergoss, war das Cockpit voll und das Wasser erreichte durch die Entwässerungen einen Stand kurz unterhalb der Grätinge. Aber das und die Enge unter der Kuchenbude machten der Party keinen Abbruch.
Am nächsten Morgen war auch wieder Flaute aus Westen. Zuerst klarierten wir noch unsere Cockpitentwässerung, um kein Dauerfußbad zu haben.
Nach dem Ablegen versuchten wir zu kreuzen, aber ein vorhandener Strom setzte uns soweit zurück, daß wir keine Höhe gut machten. Niels nutzte die Gelegenheit zum Baden. Wir wechselten die Genua gegen die Leichtwindgenua aus und versuchten nach Norden zu kommen, wo wir mehr Wind erwarteten.
Ich holte erst einmal etwas Schlaf nach. Als ich wieder an Deck kam, hatte der Wind aus West aufgefrischt und sich auch eine entsprechende Welle aufgebaut. Wir waren kurz vor der Einfahrt in den Großen Belt. Bei Regina stellte sich ein leichtes Unwohlsein ein, aber sie wollte partout nicht an die Pinne, um sich etwas abzulenken. Wir hangelten uns anliegend zwischen diversen Fähren und Frachtern hindurch.
Kurz vor Spodsbjerg sichtete ich Schweinswale, die uns achtern relativ nah passierten. So hatte Regina die Wale auch einmal lebend und nicht nur tote, gestrandete Wale auf dem Seziertisch gesehen.
Kurz danach legten wir in Spodsbjerg an, wo sich schon die meisten ASV-Yachten eingefunden hatten. Der "Kohle-Dampfer", das schnellste Schiff des ASV war natürlich der Letzte. Auf dem Steg gab es noch einige Diskussionen über das richtige Setzen der Gastflagge und des Klubstanders.
Eine kleine Anmerkung: Wer gegen das "Gesetz über das Flaggenrecht der Seeschiffe und die Flaggenführung der Binnenschiffe (Flaggenrechtsgesetz)" verstößt, kann "mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu einhundertachtzig Tagessätzen bestraft" werden.
Christoph schockte auf dem Steg noch drei deutsche Angler, die ihren Fang (3 oder 4 kleinere Dorsche in einem fassgroßen Plastebehälter) auf den Steg hievten. Christoph guckte in den fast leeren Bottich und fragte: "Ist das alles, was ihr habt?" Die verdutzten Angler wussten erst gar nicht, was sie sagen sollten und machten nur die Münder auf und zu (als wenn sie es sich von den Fischen abgeguckt hätten).
Abends kam dann die Party in Gang, wobei es trotz der vielen Grills zu nicht unerheblichen Wartezeiten bei der Abfütterung von Anglern und Seglern kam. Die Personenzahl der Party an Land nahm für einen Herrentagstörn verhältnismäßig schnell ab. Angeblich ist auf dem "urgemütlichen" "Kohledampfer" von einigen Leuten weiter gefeiert worden.
Wir genossen noch einen von Regina zubereiteten Lumumba (an den Stephan vom letzten Herrentag noch ungute Erinnerungen hat) und führten mit reduzierter Crew die Party dann auf der SHANTY weiter. Dabei wurden dann so schwerwiegende Fragen wie Doppelnamen nach der Ehe, Altersunterschiede und mögliche Verwandtschaftsgrade zwischen den Crewmitgliedern sowie das Thema "Fotografierverbot ab 22 Uhr" diskutiert.
Am nächsten Morgen wurde Nysted als Tagesziel auserkoren. Aber mit Segeln war nicht viel, der Wind kam aus SSE. Bis zur Einfahrt des Großen Beltes konnten wir segeln. Danach mußte Rudolpho einen Dauerlauf einlegen. Ein Segelversuch zum Mittagessen zeigte bei Grundsicht, dass der gewonnene Raum durch den Strom aus Ost wieder ausgeglichen wurde. Dabei wurden wir von der GYPSY überholt. Also weiter motort. Zwischendurch hatten wir noch Funkkontakt zu Manner auf ZENIT und zu der U2. Wir wollten uns mit der U2 in Nysted treffen. Sie ließen uns aber sitzen.
Vor den Untiefen von Rødsand führten wir noch eine Versegelungspeilung auf einen alten Leuchtturm durch. Das Problem war nur, dass man zwischen den Peilungen den Rudergänger Niels ständig zum Einhalten des Kurses auffordern musste.
Bei der Passage von Rødsand bei Østre Märker hatte Niels das warme Abendessen fertig. Er hat auch schön Salami in die Suppe geschnitten. Es wäre jedoch besser gewesen, wenn er vorher die Kunststoffpelle abgemacht hätte.
Mit dem letzten Abendlicht erreichten wir Nysted.
Der erste Gang war, ... nein, nicht zur Toilette, sondern traditionell zur Softeisbude im Hafen. Da Regina gegen die Tradition verstieß und erst einmal das stille Örtchen aufsuchte, mussten wir für sie die Streusel auf dem Eis aussuchen. Da sie so gerne Lakritz isst, bekam sie Lakritzstreusel auf ihr Eis. Aber so richtig schien ihr das dann doch nicht geschmeckt zu haben.
Abends wurde dann noch schön im Salon der SHANTY gefeiert. Die Rückfahrt am Sonntag war schön, Wind aus West mit 4 Bft. Christoph freute sich über jede überholte Plastebeule. Gegen 17 Uhr konnten wir in Gehlsdorf festmachen, nach 4 Tagen Schönwetter. Ein absolutes Novum, seit ich an Herrentagstörns teilnehme.

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