• Akademischer Segler-Verein zu Rostock e.V.,Uferpromenade 1, 18147 Rostock

Herrentagstörn 2003

Dirk Schietke
Christoph Boelke
Stephan Joschko
Niels Rickert
Olaf (Gast - Freund von Christoph)

Dieses Jahr sollte es nach Karrebeksminde gehen.
Die Crew der SHANTY bestand aus Stephan, Niels, Christoph, Olaf (ein Freund Christoph's) und mir. Nachdem Olaf per Motorrad von Rügen angereist war, legten wir am 28.5. um 21.30 Uhr ab. Bis zu den Molenköpfen mußten wir motoren. Hinter den Molenköpfen übernahmen Christoph und Olaf die 1. Wache. Ab 03.15 Uhr übernahm ich mit Stephan die 2. Wache. Ich nutzte sofort die nautische Dämmerung, um meine gerade gelernten Kenntnisse der astronomischen Navigation zu testen. Ich versuchte, einen Ort aus 2 Höhen zu bestimmen. Schedir (Sternbild Kassiopeia) und Dhube (großer Wagen) sollten "geschossen" werden, aber leider war die Kimm unklar. Zwischenzeitlich musste wegen Flaute 2h motort werden. Vor Gedser übte ich einmal wieder eine Horizontalwinkelpeilung. Eine Vertikalwinkelpeilung war nicht möglich, da Feuerhöhen nicht in den Sportbootkarten eingetragen sind und ich zu faul war, im Leuchtfeuerverzeichnis zu suchen. Vor dem Mittagessen errechnete ich die Kulminationszeit der Sonne um eine Mittagsbreite zu nehmen. Nach dem Mittagessen, zu dem uns ein paar Schweinswale besuchten, schoss ich die Sonne. Die ermittelte Mittagsbreite lag 6sm von der gekoppelten entfernt.

Um 19.00 machten wir im Hafen von Hesnæs fest. RIJO, FENT III und RASMUS folgten später. Leider gab es keine öffentlichen Grills mehr auf der Mole. Also schnorrten wir bei Hansi einen. Sein Kommentar auf unsere Anfrage: "Da muss ich erst einmal gucken, in welchem Laderaum der ist."
Nach dem Essen versammelten wir uns auf der RIJO und hörten "Die Kuh im Propeller" und "Der Flaschenzug" mit Manfred Krug und "Der Hase" mit Eberhard Esche.

30.5. Sonnenschein und blauer Himmel
Morgens erfolgte das Ablegen unter Segeln, allerdings herrschte Flaute. Irgendwann entschlossen wir uns, den Motor zu starten, aber die Batterien waren leer. Nicht einen Mucks gab der Anlasser von sich. Nach mehreren erfolglosen Anlassversuchen mit einer improvisierten Anreißleine unter Flüchen auf die Yachtmotorkonstrukteure, die nicht in der Lage sind einen einfachen Dekompressionshebel vorzusehen, paddelten wir die SHANTY zum Laden der Akkus zurück in den Hafen. Sicherheitshalber füllten wir noch etwas Wind in den Tank. Durch den Grønsund wurde wegen Flaute motort.
Zwischendurch begrüßten wir ein dänisches Kriegsschiff mit dem Dippen der Flagge, was auch erwidert wurde.
Im Smalandfahrwasser kam genug Wind auf, so dass gesegelt werden konnte. Allerdings war es ein Fehler, den Motor auszumachen, denn leider hatte die Lichtmaschine nicht geladen und der Motor wollte später partout nicht wieder anspringen. Zum Glück konnten wir noch eine dänische Yacht dazu überreden, uns in den Hafen von Karrebæksminde zu schleppen, denn bei ca. 2 kn auslaufenden Strom hätten wir es mit unseren Paddeln nicht geschafft. Um 21:40 Uhr machten wir als letzter ASVer neben GYPSY, BOE, JUCALINE, ZENIT und ZEPHIR fest.
Neben dem starken Strom in der Hafeneinfahrt war die Mückendichte mit das Beeindruckendste an Karrebæksminde.

31.5. Sonnenschein und blauer Himmel
Bei der Morgentoilette traf ich Bernd, der mich an die Sonnenfinsternis erinnerte. Also schnell zurück zur SHANTY, den Sextanten raus, die Blendgläser hereingeklappt und tatsächlich, die Sonne sah etwas angeknabbert aus.
Um 08.45 Uhr legten wir ab, um bei herrlichem Spinnakerwind auf die Mündung des Guldborgsunds zuzuhalten. Unterwegs gelang es uns, die ebenfalls unter Spi segelnde BOE zu überholen.
Allerdings trafen wir uns später vor der Mündung des Guldborgsunds zu Bier und Kuchen anläßlich Bernds Geburtstag. Dazu gingen wir an der Backbordseite der ZENIT längsseits, während an der Steuerbordseite BOE und ZEPHIR festmachten. Die ZENIT fungierte als Schlepper, und der Pinnenpilot schaffte es sogar, das Viererpäckchen auf Kurs zu halten.
Eckhard versuchte, sich mit GYPSY auch noch anzukuscheln, unterschätzte aber seine Geschwindigkeit und sah plötzlich, wie sich vier vereinte Vorsteven auf die Bordwand der GYPSY zu bewegten, konnte aber ungeschoren entkommen.
Da Toto auch Geburtstag hatte, gratulierte ich ihr gleich noch per Handy. Ich kletterte mit dem Fotoapparat in die Saling, aber leider reichte der Weitwinkel nicht, um alle vier Yachten gleichzeitig auf das Foto zu bekommen.
Hinter der Brücke in Guldborg ging der Spinnaker wieder hoch. Erst stand er nicht so recht, aber als er dann zog, überholten wir ziemlich schnell einen "Joghurtbecher" namens LADY S., dessen Crew leicht angeheitert mit der Genua kämpfte. Der hohe Geschwindigkeitsunterschied veranlasste Christoph zu einem: "Und tschüß". Vor Nykøbing sahen wir, wie die LADY S. bei Spinnakerwind anmotort kam. Als sie die hinter uns segelnde RIJO überholten, machte Hansi einen passenden Kommentar. Irgend etwas mussten auch wir machen, aber wir wollten die Leute nicht allzu doll reizen. Niels kam eine Idee: "Wir gucken einfach alle weg." Gesagt, getan. Wir hörten hinter unserem Rücken den Kommentar:"Guckt mal, die gucken uns nicht mal mehr an!"
Vor der geschlossenen Brücke in Nykøbing sammelten sich die ASVer, um sich dahinter heiße Kämpfe unter Spinnaker zu liefern. Noch zwischen den Brückenpfeilern hörte ich auf der ZEPHIR Hainers Befehl zum Spinnakersetzen. Wir wechselten aber zur Genua, da der Wind spitzer einfiel.
Im überfüllten Hafen in Nysted gingen wir bei der RIJO längsseits. Vor dem Abendbrot folgte der obligatorische Gang zur Softeisbude.
Danach gab es wie immer die übliche Party, diesmal von Bord zu Bord, was einem Nachbarlieger vom Geräuschpegel her nicht so recht passte.

1.6. Sonnenschein und blauer Himmel (schon wieder!)
Beim Zahlen der Havnepenge war ich doch etwas überrascht, statt der üblichen älteren Herren als Hafenmeister eine junge und recht gut aussehende junge Frau im Hafenmeisterbüro zu finden.
Das Ablegen erfolgte der Einfachheit halber im Längsseitsschlepp von RIJO. Mit einem schönen Halbwindkurs ging es am neuen Windpark bei Rødsand vorbei gen Rostock. Die Windmühlen werden eine gute Ansteuerung für das Fahrwasser durch die Untiefen sein.
Mit guter Fahrt ging es bei schönstem Segelwetter in Richtung Warnemünde. Meine 2. Mittagsbreite ergab nur eine Differenz von 8 Kabellängen zum Koppelort.
Nach dem Anlegen zu moderater Zeit wurde Olaf verabschiedet, der sich auf dem Motorrad wieder auf den Weg zu seiner Insel machte. Ich grillte abends noch mit Bars (unserem mongolischen Freund) und den Montag nutzte ich zum IGA-Besuch. Alles in allem ein bemerkenswerter Herrentagstörn, vier Tage lang nur schönes Wetter und Sonnenschein. Mal was anderes!

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