• Akademischer Segler-Verein zu Rostock e.V.,Uferpromenade 1, 18147 Rostock

Herrentagstour nach Klintholm

Bernd Lange
Holger Raths
Leif Grötecke (Mathematikstudent, SY Buk)

Nach dem Ansegeln blieben von der Boe-Mannschaft nur noch Holger und Bernd für den Herrentagstörn übrig, Tobias sagte kurzfristig per Mail auf Grund dienstlicher Verpflichtungen ab. Daher beschaffte HR am Dienstagmittag für die Restcrew den Proviant in bewährter Manier, nichtahnend, dass doch ein Esser mehr für vier Tage zu versorgen war. Leif, ein Mathematikstudent auf dem "Buk", suchte eine Heuer. Am Dienstag und Mittwoch gab es für BL noch genug zu tun, um das Schiff wirklich seeklar zu machen, die Mastabdichtung musste erneuert und die ebenfalls neue Motorschachtabdichtung angepasst und hierfür eine funktionierende Klemmvorrichtung gebastelt werden.
Aber, als die Vereinsparty anlässlich des 20. Stapellauftages der Vierteltonner "Yelland" und "Fent III" am Abend endlich richtig begann, konnte das Werkzeug eingeräumt und das Boot aufgeklart werden. Das Fest, von Elfriede, Dittmar und der Fent-Crew ausgerichtet, wurde trotz des garstig kühlen und kräftigen NW-Windes ein schöner Auftakt für den Vereinstörn, der ursprünglich nach Omø geplant war, dann während des Festes auf Grund der Wetterlage nach Prestø umdisponiert wurde, doch auch darüber war noch nicht "das letzte Wort gesprochen".
Eigentlich wollte BL gleich nach der Party nachts "in See stechen" aber weder er noch irgendjemand hatte Lust dazu, sich den "A... abzufrieren". So kroch die Boe-Mannschaft erst einmal kurz nach Mitternacht in die Kojen.

 

20.05.2004 (Himmelfahrt) ASV — Warnemünde — Stubbekøbing
05.00 Uhr Wecken, halbbedeckter Himmel, WNW 5-6, am Vorstag wird die Fock II vorgeheißt und eingerollt.
05.50 Uhr Ablegen vom ASV-Steg gegen den Wind nur mit Motor, der problemlos seine Arbeit aufnimmt. Es ist recht kalt.
07.00 Uhr Warnemünde-Yachthafen, außen am Bollwerk fest. Es steht ein starker Schwell im Seekanal, die "Boe" ruckt in den Leinen und lässt uns das Frühstück, von HR liebevoll zubereitet (aufgebackene Brötchen, "Weichei", Käse, Salami, Honig, Konfitüren, Kaffee,Tee uam.) nicht so recht genießen. Kurzer Landgang, WC, Abfälle entsorgt, Wasserkanister gefüllt.
08.30 Uhr Ablegen mit gerefftem Groß und festgelaschter Pinne!!! Das muss ja schief laufen, wir treiben auf die als Wellenbrecher fungierenden Schwimmstege in Lee, können dort Schwung holen. An der Farbe auf Stb ist nichts zu sehen, obwohl unser Neuling nicht gerade ein Könner beim Abhalten war.
08.45 Uhr passieren Mole mit Groß (1 Reff) und Fock II. Seegang 3 — erträglich, na, mal sehen, was da kommt — und, es "kam"!!!
09.00 Uhr HSNS 35,6 sm; 6,5 kn; WNW 6 (manchmal 7); 1022 hPa; gute Sicht, laufen Nord mit leichtem Schrick.
10.30 Uhr Funkkontakt mit "Zephir" in Höhe Warnowwerft. Unser LG hockt mit leerem Magen etwas unglücklich und blass in Lee. HSNS 26,2 sm; 5,5 kn. Die Sonne scheint, laufen dwars zur See, die neue Mastabdichtung leckt, Polster abgedeckt.
11.40 Uhr Messmast auf Gedser Rev Stb querab, 1 kbl
12.00 Uhr Untiefentonne Süd Bb querab, 1 kbl, KpK 340°
12.20 Uhr Küstenabdeckung erreicht, Welle kleiner, HSNS 17,3 sm; 5,8-6,2 kn; BL kocht Mittag.
13.30 Uhr es gibt Mittag — Frikassé mit Reis. Beim Auftischen auf StB-Bug rutscht eine Essschale weg und besudelt BL�s Ölzeug und den Niedergangsbereich. Wie vollgekotzt!!! Die Idee, das mit Holgers Digitalkamera zu dokumentieren und Leif anzulasten, kam aber erst nach der Reinigungsaktion mit Pütz und Salzwasser im Cockpit. Über diese niederträchtige Unterstellungsabsicht erwachen LG�s Lebensgeister wieder und sofort wird er als Rudergänger abkommandiert. BL hatte noch bis 14.30 Uhr mit der Beseitigung der glitschigen Schweinerei zu tun. Zum Trost gibt es Mandarinenkompott mit Rum-Schuss und einen kräftigen Schluck "Mümmelmann".

15.30 Hesnæs Bb querab, ca. 1,3 sm.
Herrliches Segeln, glattes Wasser, Sonne und einen Speed von durchschnittlich 6 kn. Kurz vor dem Grønsund-Fahrwasser gibt es Tee und den spendierten Topfkuchen von Inge, dafür Fock weggedreht um die Schräglage erträglicher zu machen. Auch LG nimmt wieder Nahrung zu sich.
16.15 Uhr beginnt die Kreuz im Fahrwasserbereich, die Tonnen stehen ziemlich schräg im auslaufenden Strom. Länge der Kreuzschläge nach Karte und 2 GPS, für den aktuellen Standort wurde das Hand-GPS von Tobias wieder reaktiviert. An den Tonnen konnte man kaum einen Fortschritt sehen, um nicht drauf zu treiben, mussten wir entsprechend vorhalten oder abfallen. Es machte keinen Spaß, also
16.45 Uhr Motor an und direkt gegen den Strom und Wind. Bei Vollgas Fahrt über Grund nur ca. 2 kn, also mindestens 2,5 kn Strom. Handy-Anruf von "Gypsy" (Eckhard Breddin) — die ASV-Flotte, 10 Boote, laufen Hesnæs zur Übernachtung an.
18.45 Uhr Stubbekøbing, im Yachthafen am Nordsteg in einer Riesenbox fest. Endlich Bier und ein reichhaltiges Abendessen. Landanschluss — Batterie II hat nur noch 8 Volt!. Hafenmeister: 90 DKr = 13 EUR. Stadtrundgang. Sandskulpturen-Wettbewerb am Hafengelände, 3 Skulpturen sind schon fertig, ein großer Zopfkopf mit Kind, ein Pavian mit Käsesegment als Kopfbedeckung und ein Frosch mit Armbanduhr — beeindruckend!
Beim Rotwein klingt der Tag aus und gegen 23.00 Uhr kriechen wir in die Kojen.


21.05.2004 Stubbekøbing — Klintholm Havn
06.00 Uhr nach ruhiger Nacht mit "Orgelmusik" zum Duschen. Diese sind schon etwas betagt und schlecht regelbar — aber, wir sind sauber. Strahlender Sonnenschein bei WNW 7, wie kommen wir dagegen im Prestø-Fahrwasser an? Hier im Grønsund hat man ja genug Platz zum Kreuzen, aber dort nicht. Also Handy-Rundspruch! Zuerst Peter Littwin — "Moonlight" blieb in Warnemünde. "Rasmus" (Sven) mit den anderen ASV-Booten — machen Beratung. Beschluss: Alle nach Klintholm!!!
08.45 Uhr Frühstück von Holger mit leckerem Rührei und "Mümmelmann" zur Verdauung.
09.30 Uhr Ablegen, der Wind steht fast quer auf unsere Bb-Seite, also Leinenmanöver mit unseren langen Achterleinen. In den Boxen gedreht, es klappt bestens, der engl. Lord neben uns ist zufrieden. Mit Motor gegenan zum Sund-Fahrwasser. Er schafft es, und noch nicht einmal bei Vollgas — also hätten wir Prestø wohl doch erreicht.
09.35 Uhr Fock und Groß (1 Reff), die "Post geht ab" mit Wind und Strom, über Grund mehr als 7 kn!!!
An Harbolle Pynt kommt BL die Idee, den ASV�ern aus Hesnæs den Weg abzuschneiden und direkt an der Küste entlang das Møns-Dyb zu erreichen, laut Karte müsste das gehen. Groß und Fock geborgen und vor Topp und Takel nach GPS mit langsamer Fahrt.
10.25 Uhr ein dänisches Grundstück "gekauft", den 100 m neben uns fast an Land verankerten Ball hätten wir wohl von der Uferseite aus ansteuern müssen und ebenfalls fast am Ufer steht eine Spiere, dann kommen Reusen zur Orientierung.
Na, beim nächsten Mal suchen wir die Passage, heute ist zuviel Wind. Mit Motor wieder zurück zum Fahrwasser und nun doch den langen Weg. Der "Grunderwerb" wird mit einem "Mümmelmann" begossen. HR telefoniert mit "Hein Mück", die auf dem Rückweg nach Greifswald ist.
10.40 Uhr: 54° 50,52 / 12° 10,48; Halse; KpK 105°; 5,2 kn
10.55 Uhr KpK 30°, wir wollen wieder Landschutz erreichen; 6 kn. Anruf von Inge aus Wien, dort ist es sehr heiß, sie sitzt mit Sigrid auf einem Berg über der Stadt und ist glücklich. Wir auch, beim Genuss von Bier und Schokolade.
LG am Ruder mit Segelhandschuhen, die Pralinen werden ihm mundgerecht zugereicht, irgendwie hat man den Eindruck, dass wir ihn verwöhnen. Aber "Widerreden" sind wohl seine Spezialität, er ist von seinen Qualitäten überzeugt, obwohl das Echo plötzlich wieder Flachwasser anzeigt, hat er den Kurs eingehalten und nicht angeluvt — meint er jedenfalls!

Das Segeln macht richtig Spaß. Kurz vor dem Hafen Fock weggerollt, den Motor gestartet. Mit Groß bis vor das Hafenmeisterkontor, Aufschießer, Groß weg und langsam gegen den stürmischen Wind in die Nordwestecke der Marina. Die "Jucaline" ist schon da.
13.00 Uhr am Steg fest. 15 Minuten nach uns kommt die "Shanty". Wenig später gibt es das von BL auf See vorbereitete Mittag: Gulasch, Salzkartoffeln, Gürkchen, Himbeeren mit Rum und Rotwein. Dabei beobachten wir im Sonnenschein die ankommenden ASV�er mit dem üblichen Willkommens-Flax.
Den Abwasch lassen wir stehen und brechen zu den Kreidefelsen auf. Daraus wird ein mehr als 20 km langer Fußmarsch ohne nennenswerte Pausen. Beeindruckend der Blick über die Insel, der Fasanenreichtum und die Uferwanderung unter den bedrohlich aufragenden Kreidewänden. Beschwerlich der Wiederaufstieg über ca. 500 Holzstufen, die Zahlen waren von Zählwütigen auf die entsprechenden Stufen geschrieben.

19.30 Uhr ziemlich erschöpft und ausgelaugt (im Windschutz war es recht warm) wieder an Bord — sofort ein Bier! Die Grillverhältnisse sind wie schon oft zum Abgewöhnen, ein starker kalter Wind und keinen Schutz. Trotzdem gibt es wieder ein paar harte Typen. Unser Grillgut kommt in die Pfanne!
20.15 Uhr Abendessen — leckere Rippchen, bunter Reissalat, Bier — es schmeckt vorzüglich. Trotzdem werden wir nach dem kurzen Aufenthalt am Vereinsgrillplatz nicht wieder warm. Dem helfen wir mit 2 Saunagängen ab. LG bringt seine DKr zur Hafenmeisterin — 112 DKr.
Frank Hauschulz kommt zum Aufwärmen an Bord, wir machen es uns gemütlich mit vielen Kerzen, Rotwein, Schokolade, Snacks und Songs von Barbara Streisand.
23.00 Uhr mischen wir uns draußen unter das nun doch schon geschrumpfte Häuflein der Kälteresistenten und lassen in Holzis und Elmars Gruppe die Rotweinflasche kreisen.
12 ASV-Boote sind im Hafen: UNIVERSITAS, UNI II, SHANTY, RASMUS, ZEPHIR, BOE, GYPSY, ZENIT, LOFOCL, RAFIKI, RIJO, JUCALINE.
00.15 Uhr krauchen wir in die Koje, wieder gibt es etliche "Weiteraushaltende".

22.05.2004 Klintholm Havn — Gedser

06.00 Uhr beim "Bier-Wegbringen" begrüßt uns ein wolkenloser "Strahlehimmel", aber immer noch ein kalter Wind, W 4-5.
08.00 Uhr erneut aufgewacht und die Mannschaft mit Barbara Streisand geweckt. Wie gewohnt bereitet Holger ein reichhaltiges Frühstück. Leif gefällt das, wir leisten durch Beispiel hoffentlich doch etwas Erziehungsarbeit. Holger wird zum Geburtstagsfrühschoppen auf der "Lady S" eingeladen und findet nicht zurück.
10.00 Uhr klopft BL dort an. Wir sind ziemlich die letzten ASV�er.
10.30 abgelegt, am Pfahl hängend Groß gesetzt und mit Segel aus den Hafen. 2 Wenden im Molenbereich der Hafeneinfahrt. GEDS 30,1 sm; KpK 216°; 4 kn; Laufen hoch am Wind auf Bb-Bug. LG muss "rudern" und erhält von HR für jeden Fehler Schelte, aber stets hat er etwas gegenzuhalten. BL beendet diesen Erziehungs- und Ausbildungsversuch.
11.00 Uhr — es gibt das "11.00 Uhr-Bier"!
14.45 Uhr: 54° 43,57 / 12° 03,72 noch 11,6 sm bis GEDS. Wir laufen wieder mit Fock und gerefftem Groß auf Bb-Bug. Für das Mittagessen (Roulade, Rotkohl, Spirelli) hatten wir sie kurz eingerollt. Der Wind zeigte sich bis ca. 13.30 Uhr recht launig, mal flau, mal kräftig mit Drehungen bis zu 40°. BL war beim Zubereiten des Rotkohls, als der Wind pötzlich zulegte. Krängung bis zur Scheuerleiste. Um ruhiger zu segeln liefen wir zum Strand bis Reusenhöhe. Kreuzen nun mit 300/175° in Richtung Gedser. Hack! — kurze steile Seen, Spritzwasser, viel Wasser durch Mastdichtung, wir vermuten, dass die Mastkragenplatte auf dem Kajütdacht nicht mehr abdichtet (was sich in Rostock später als richtig erweist).
15.00 Uhr Manner versucht über Funk, die ASV�er zu bewegen, nicht nach Nysted zu laufen. Er ist etwa 6 sm vor dem Gedser Leuchtturm und mitten in einem Schauer. Eine Wolkenwalze zieht auf uns zu.
15.30 Uhr BL am Ruder, laufen auf Bb-Bug ca. 1 sm entlang der Küste, KpK ca. 210°, WSW 7-8, in Böen 9. Kurze steile Wellen gischten uns ein, die "Boe" ist aber noch gut sehr hoch am Wind mit losem Groß zu halten. HR liest am GPS 7,2-8,5 kn ab. Über Odde eine beeindruckende Regenwand, die uns aber verschont.
17.00 Uhr Gedser Odde Stb querab; 1,5 sm; wenden auf Gedser Odde zu.
17.15 Uhr Wende, voraus das Racon-Feuer.
17.30 Uhr Wende, können den Hafen anliegen. "Zephir" vor uns schon am Hafen schafft ohne Kreuz das Fahrwasser zum Yachthafen. Wir müssen noch zweimal wenden und kommen dann auch ohne Kreuz durch das sehr kabbelige Fahrwasser, starker ostsetzender Strom.
18.00 Uhr mit Groß zwei Halsen im Hafen, Aufschießer, Groß weg, Fock für kleine Fahrt zurück zur Box nochmals kurz aufgedreht. Viele ASV�er helfen uns beim Anlegen für einen "Anleger". Einen kleinen Rest in der Mümmelmann-Flasche muss BL für die Heimfahrt retten. Hainer verteilt ein Lob für das Hafensegelmanöver. Nach uns kommen "Lofocl" und "Rafiki". Die "Uni II" suchte in Hesnæs Schutz, Frank hatte Kinder an Bord.
Abendessen, es orgelt — WSW 9? Manner kommt zu uns an Bord, ihm ist der Kopf seiner Fock abgerissen. Ab 20.30 Uhr gemütlicher Ausklang mit Rotwein, Snacks, CD-Musik und "Windorgel". Im Hafen werden einige größere Jachten mit hohem Rigg durch den Winddruck ziemlich stark gekrängt.

23.05.2004 Gedser — Rostock
07.45 Uhr nach einer "Bauernnacht" — mit Trommelkonzert kleiner Wellen unter dem Heck und dem Pfeifen der Wanten und Fallen rings um uns in vielen Tonhöhen — zum Duschen. In Gedser ist alles noch sauber und ordentlich. Hafengeld: 90 DKr = 13 EUR. Frühstück mit Spiegelei in bewährter Form von Holger, nun macht sich der 3. Mann doch bemerkbar, es gibt nur 2 Spiegeleier und der Koch wollte verzichten. Aber auch Mangel lässt sich teilen — es sollte der einzige bleiben.
Dirk kommt zu uns an Bord und wird zwei Jahreshefte los. Da alle Boxen neben uns frei geworden sind, beschließt BL zünftig zu Starten, nur mit Segel, der N 4-5 steht genau auf die Boxenreihe. Die "Boe" wird wieder an den Leinen gedreht und in Windrichtung an die Pfähle gehängt. Auch "Zephir" legt unter Segel ab, die lagen aber auf der anderen Stegseite, brauchten sich nur hängen lassen, also "kinderleicht"! Etwas provozierend drehen sie vor unserer Nase eine Runde und bieten uns an, uns mitzunehmen, na, das spornt an!
09.45 Uhr in bewährter Form an den Leinen Schwung holend gegen den Wind mit Groß aus der Box. LG, noch nicht mit Seglerbeinen versehen, stürzt dabei und hätte uns fast die Show verdorben. Aber es klappt! Sofort ist auch die Fock ausgerollt und wir segeln zünftig hinaus auf See. Im Hafenfahrwasser beschleunigt uns der nun mitlaufende Strom auf über 7 kn.
10.00 Uhr steht unser Jollenkreuzer-Spi, den wir schon im Hafen provokatorisch am Bug angebunden hatten. Das bewegte wohl auch Hainer kurz vor uns seinen Genacker zu setzen, aber die "Boe" war schneller mit ständig über 6 kn. Hei, war das wieder ein Spaß, da gab es natürlich einen "Mümmelmann"!
10.40 Uhr Anruf von Inge aus Wien, warten auf die Zugabfahrt und möchte gern in Rostock vom Hbf abgeholt werden, also, an uns soll es nicht liegen, langsam schieben wir uns an "Zephir" vorbei. Wir segeln bei schönstem Sonnenschein, vor uns ist der Kühlturm des Steinkohlekraftwerkes deutlich zu sehen.
11.00 Uhr, das "11.00 Uhr — Bier" ist fällig.
54° 28,29 / 11° 57,10; KpK 175°; 5,6 kn; WARA 17,6 sm. Viel Schiffsverkehr, aber mit entsprechenden vorausschauenden Kursänderungen finden wir mit unserem Spi immer eine Lücke. Nach dem Zwangsweg beginnt der "trouble", mehrere Regenfronten bringen von Dänemark viel Wind mit, ONO 5-7. BL übernimmt das Ruder. Innerhalb kurzer Zeit baut sich eine respektable See auf. Einige Wellen lassen uns mit über 10 kn (Anzeige am GPS) surfen, da jauchzt das Seglerherz!
Etwa in Höhe Rostock-Ansteuerung kaum Wind und Drehung auf WNW. Spi weg, Fock ausgebaumt, Groß ausgerefft — Gammel! "Shanty" vor uns setzt den Spi auf Bb-Bug, wir kurze Zeit später ebenfalls. Hin und wieder Regentropfen, dann stetig zunehmender Wind — und der Ritt beginnt erneut. HR am Ruder, wieder mit ständig über 7 kn direkt auf die Hafeneinfahrt zu. Es gibt die vorbereiteten Schnitten und ab und zu einen "Mümmelmann". Die "Universitas", die hinter uns mit ihrem Test-Spi schnell aufkam, hatte wohl auch Probleme, segelte ohne Spi weiter und blieb wieder deutlich zurück.
Die "Boe" hetzte die "Shanty", holte beim Surfen langsam auf, aber es reichte nicht. Unter Spi lief sie auf der Steuerbordseite des Fahrwassers in die Einfahrt und wir unter Spi auf der Bb-Seite ein und zwischen uns die ebenfalls einlaufende Fähre, die "Shanty" am Bug und die "Boe" am Heck.
14.55 Uhr Moleneinfahrt, weiter mit Spi ohne Probleme, aber mit maximalem Press. Im glatten Wasser lief die "Shanty" wieder weg, trotz mehrmals 7,3 kn am GPS. Es war wirklich ein toller Ritt die Warnow aufwärts. Am Kabutzenhof den Spi geborgen, wir hätten shiften müssen. Erst hier zieht die "Universitas" an uns vorbei.
15.45 Uhr ohne Motor am Steg fest, mit Drehung in die Box hinein. Nur die "Shanty" machte kurz vor uns fest. Gemütlicher Ausklang. Leif, der Mathematiker, muss die Reisekasse abrechnen — 15 EUR pro Mann und Tag, es war doch gut einen dritten "Verbraucher" mitzunehmen.
18.00 Uhr machen die "Zenit" und "Uni II" als Rest der Vereinsarmada am Steg fest, alle ohne Schaden und begeistert!
Es war wieder kalt, aber es war einfach auch schön!

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