• Akademischer Segler-Verein zu Rostock e.V.,Uferpromenade 1, 18147 Rostock

LTU Sailing Week 2005

Besatzung der SY NONTE — eine Oceanis 393

  • Holger Raths
  • Tobias Fehlhaber
  • Elisabeth Kuntz
  • Michael Kuntz
  • Hans-Peter Littwin (ASVzR — MOONLIGHT)
  • Torsten Schultz (Stralsund)

Man kann sagen, dass die Teilnahme an dieser Fun-Regatta im warmen Mittelmeer für etliche ASV-Segler fast schon Tradition geworden ist und meistens wurden auch Pokale mitgebracht.
Auf einer weiteren Oceanis 393 waren diesmal wieder Klaus und Eddie Fethke, Manfred Lack und auf einer Bavaria 42 Gerhard Zucker vom ASVzR mit dabei.

Sonnabend 29.10.2005
Nachdem wir um 01.00 Uhr in Rostock losgefahren, um 06.00 Uhr in Hamburg gestartet und 08.30 Uhr in Palma gelandet sind, geht die Suche nach dem Boot los.
Die Adresse des Vercharterers und der Steg liegen leider auf verschiedenen Hafenseiten, so dass wir mittags dann am richtigen Bootssteg eintreffen. Die SY „Nonte” ist auch schon in Sicht (erstes Boot am Steg). Auf dem Steg ist wahnsinniges Gewimmel und unser Boot ist noch nicht fertig.


Also machen zeitweilig 3 Mann Kultur (City + Kathedrale nur Peter) und 3 gehen zum Einkaufen. Das klappt ganz gut. Zurück am Steg so gegen 14.00 Uhr ist erst mal Siesta — beim Charterpersonal — also immer noch kein Boot.
Nachdem die Übergabe gegen 17.00 Uhr dann „zügig” voran geht, können wir einziehen.

• Eröffnungsessen
19.00 Uhr Abfahrt mit Taxi zum Eröffnungsabend ins „Meson de Don Pedro” (oder so ähnlich). Begrüßung aller Teilnehmer — 14 Crews — und lecker Abendbrot. Es gab zunächst — typisch „mollorganisch” — geröstetes Brot, Tomaten, Knoblauch — dann frittierte Kalamarisringe mit Avioli, Pimentos (gebackene kleine grüne Paprikaschoten — einige waren scharf) und eine Gemüse-Kartoffel-Leber (o.ä.)—Pfanne. Und das alles reichlich — danach waren wir eigentlich satt. Dann kam der Hauptgang: Geschmorte Lammkeule (1 ganze für jeden!) mit Pommes und Salat. Es war köstlich, aber fast nicht zu schaffen. Aber wir waren natürlich noch nicht fertig — Nachtisch muss sein. Es gab eine Art Schoko-Sahne-Torte mit Karamellhaube — sehr süß und lecker und zum Glück danach einen Verteiler — sah aus wie Olivenöl — leicht grün und schmeckte nach Anis.

Da uns doch die letzte Nacht noch in den Knochen steckte, sind wir bald zurück zum Schiff und haben noch einen Absacker (Peter holte einen Kräuter raus) und Schlummertrunk genommen.
Danach ging‘s bald in die Koje. Ach so fast vergessen, die Taxifahrerin (war nett) wollte uns aber wegen unseres besonderen Geruchs (ich glaube, es war doch etwas viel Knoblauch im Spiel) fast nicht befördern. Erst nach dem sie alle Fenster geöffnet und Kaugummi verteilt hatte — und natürlich weil sie Peters blauen Augen nicht widerstehen konnte, fuhr sie los.
Wir fallen wie Steine in die Kojen, Holger und Torsten schlafen an Deck — wegen der lauen Sommernacht und so ...........

Sonntag, 30.10.2005 Palma — Sa Rapita
07.30 rührt sich langsam etwas in der Kajüte, Peter + Holger machen Frühstück. Die Sonne lacht, kein Wind.
So gegen 08.15 sitzen wir dann alle bei Rührei und Kaffee. Hunger ist nicht sehr groß, da es gestern Abend doch sehr üppig war.
09.00 Schiff aufklaren, Peter ist über Nacht eingefallen, warum der Motor so klappert. Nach einem fachkundigen Blick stellt er fest, dass die Fundamentbolzen des Selentblockes lose sind. Es kommen noch einmal 2 VIVA-Leute an Bord und kontern die Muttern fest. Wir hoffen, so das Problem behoben zu haben.
10.05 Ablegen unter Motor und kleine Hafenrundfahrt. Gigantische Segler und Motoryachten sind zu sehen, dann unter Motor in die Bahia de Palma. Sonne, kleine Wölkchen, Wind ONO 2 Bft.
10.50 Segel hoch mit raumen Wind Richtung Sa Rapita. Wasser 25.40 C, Luft 29.80°C
Wir segeln tatsächlich — Ende Oktober — in kurzen Hosen auf dem Mittelmeer.
11.30 Badespaß — das Wasser ist herrlich.
12.00 Wind frischt auf und dreht auf SO, 2 — 3 Bft.
14.00 Wind wird immer mehr, gute 4 Bft.
14.30 Wende, Richtung Land, reicht aber nicht ganz aus, kurz vor der Küste noch einen Holschlag.
17.05 in Sa Rapita an der Mole fest. Es gibt Rotwein, Oliven, scharfe Peperoni als Anleger.
Hafengebühr sage und schreibe 55,00 €.
So gegen 18.00 — 18.30 treffen langsam alle Teilnehmer ein. Wir versammeln uns in der „Sa Cantina” zum Anlegebier und Snack.
Nach kurzer Abstimmung entscheiden wir uns gegen die Pizza im Ort und P.L. + E.K. basteln ein Abendbrot — gebackenes Brot, Tomaten, Knoblauch, Charizo, Schinken, Oliven, Peperoni, Rotwein. Danach noch einen Absacker an Deck — und ab in die Kojen.
T.S. + H.R. nächtigen wieder an Deck.

Montag, 31.10.2005 Sa Rapita — Cala Figuera —Porto Colom
07.30 Wecken, Duschen, Aufwachen, T.F. macht Frühstück.
09.00 Boot aufklaren, H.R. geht zur Skipperbesprechung.
Infos: Regatta mit fliegendem Start von der Mole nach Cala Figuera, danach Ablaufen nach Porto Colom Start.
Skipper: H.R.; Taktik: T.S.; Nautik: T.F.
11.00 Nullstart, erstes Boot Wind 3 SW — S. Komischerweise fahren wir allen weg.
12.15 Halse und mit raumen bis achterlichen Wind 3 — 4 auffrischend Richtung Ziel. Immer noch SW. Es kommt immer noch keiner auf. Wir vergewissern uns noch einmal über Funk über die Zielposition Leuchtturm von Cala Figuera — querab.
13.14 Zieldurchfahrt, wir sind das erste Schiff und machen das Zielschiff für die anderen. Die Zeiten werden aufgeschrieben und an Hermann Sarres übergeben.
Klaus, Peter und Manner kommen als letztes Boot, rund eine halbe Stunde später (Pocken???)
ab 14.00 nur unter Genua mit fast achterlichem Wind Richtung Porto Colom.
14.30 Da schwimmt ein Bootsfender, der von uns im zweiten Anlauf gerettet wird.
15.30 wir laufen in den Hafen (eine riesige, fast geschlossene Bucht) ein. Das Festmachen lässt auf sich warten, da fast alle vor uns sind.
Dann an der Pier fest, bläst der Wind immer noch heftig — es steht ganz schöner Schwell.
Hafengebühren von 27,00 € sind fällig. Nach Anleger und kleinem Snack gehen H.R., T.S., P.L. und E.K. einkaufen, da morgen Feiertag und übermorgen La Cabrera angesagt sind.
Da das Einkaufsangebot nicht wie geplant frische Scrimps o.ä. hergibt, beschließen wir auswärts zu essen und finden eine Pizzeria mit geteiltem Erfolg, die Pizza war nicht so lecker, der Rest war gut.
An Bord zurück trösten wir uns mit mallorquinischem Kräuter — sehr lecker. Am Steg bzw. auf einer Yacht versuchen sich mehrere Sänger — nur laut — nicht schön.
Na dann — „Gute Nacht”!

Spruch des Tages:
„Die Glatzen halten sich nicht an die Anzugsordnung!”
(Gemeint waren MK, TS und TF, die sich weigerten das blöde rote Polo-Shirt anzuziehen).

Dienstag, 01.11.2005 Porto Colom — Porto Cristo
(1. November — Allerheiligen in Spanien — Feiertag!)
Wie immer ca. 07.30 Uhr aufstehen und Frühstück, P.L. macht leckere Spiegeleier. Die Sonne lacht, so haben wir uns das vorgestellt.

 

Regatta: Start 11.00 Uhr
Kurs: Richtung Porto Cristo (gelbe Tonne) backbord runden — 2. Tonne (rot) südlich Porto Cristo (backbord runden) und wieder Richtung Einfahrt Porto Cristo (gelbe Tonne).
Skipper: T.S.; Taktik: H.R.; Nautik: T.F.
Wind 2 SW — S; 15 Minuten Startverschiebung
11:17:40 Startzeit (Nr. 19 Protest! — Motor 1 Min. nach Start noch an)
1. Boje (39 32 40 N) 13.49 Uhr; 2. Boje 14.07 Uhr; Ziel 14.21 Uhr

Spruch des Tages:
„Wir sind ja auch kein Schonkostdampfer, oder?”
(MK auf HR’s Auswertung, dass man bei dieser Ernährung nicht abnehmen könnte)

Auch auf der zweiten Regatta sind wir das schnellste Boot. Wir haben ca. 13 Minuten bei der kurzen Bahn herausgefahren. Die Crew ist zufrieden.

Wir gehen in Porto Cristo in einem Pizza-Restaurant lecker essen. Um 22.00 Uhr ist die erste Siegerehrung an der Pier und unsere Crew empfängt ihren Pokal für den 1. Sieg.
Mit Rotwein und Bier lassen wir den Abend bei guter Laune ausklingen.

Mittwoch, 02.11.2005 (Ruhetag) Porto Cristo — Porto Petro
Hafen sieht es wie ganz wenig Wind aus, aber draußen bläst es ganz schön.
Porto Cristo scheint leer gekauft zu sein, es ist unmöglich Brot zu bekommen, wir werden von einem zum anderen Super—Markt geschickt.
In einem „Tante Emma”-Laden treffen wir die Konkurrenz Yacht 3. Die sprechen spanisch und bekommen noch einen Geheimtipp...........eine halbe Stunde später werden uns 2 Baguette an Bord geliefert.
Wir werden die Yacht 3 trotzdem nicht freiwillig vorbei lassen!
PL, HR, TS, und EK laufen zur Grotte (CUEWAS DEL DRACH), die nächste Führung ist aber erst um 12.00 Uhr.
TF und MK werden zurückbeordert, leider hatten sie ihre Handys nicht mit.
Yacht 4 (Klaus, Manner und Peter) kranen ihr Boot, um den Pockenbefall abzuwaschen. Ja, da waren Pocken dran, aber so dramatisch war es nicht.
12.00 Uhr (oder so) abgelegt.
Wir entscheiden uns schnell für ein Reff...es rutscht einfach besser. Auch an der Kreuz läuft die „NONTE” gut, wir machen kontinuierlich Boden gut.
Sonst wenig Vorkommnisse — nur „Tunnel” und „Tunnel-Torsten” (HR’s Sohn) führt zu Missverständnissen.

Spruch des Tages:
„Manner, jetzt seid ihr zum Siegen verdammt!”

15.00 Uhr geht vor Porto Petro die Genua weg und wir fangen an zu baden und Schlauchboot zu fahren.
16.00 Uhr Einlaufen in Porto Petro, perfektes Anlegemanöver „Arsch voraus” oder römisch-katholisch. WC und Dusche sind in Porto Petro meilenweit entfernt, es setzt reger „Sch.......”-Tourismus ein.

Zum Abendbrot gibt es Bratkartoffeln + Spiegelei und natürlich Bier.

Auf der Pier bekommen wir mit, dass fast alle anderen eine „inoffizielle” Regatta gesegelt sind.
Es ist also soweit, wir dürfen nicht mehr mitmachen — wir sind Außenseiter, geächtete Outlaws!!! Was soll’s, das stachelt uns an.
19.00 Uhr nach dem Abendessen gibt es ein Bier in der Hafenkneipe und noch diverse an Bord. Danach Bettruhe.

Donnerstag, 03.11.2005 Porto Petro — Cala Figuera — La Cabrera

Heute vor 18 Jahren wurde TF in die NVA eingezogen — Gedenkminute!

Der Plan war, sich 10.30 Uhr vor Cala Figuera zu treffen und dann zu entscheiden, ob wir erst motoren und dann starten, oder gleich starten.
Da der Wind weht (2-3) und die Richtung auch nicht so verkehrt ist (OSO) wird ab
11.00 Uhr einzeln gestartet. Das 1. Boot um 11.01 Uhr, wir um 11.06 Uhr.
Wir starten ca. 20 s zu spät, aber auf einer Höhe mit Yacht 4 (Klaus, Manner und Peter) und gehen wenig später nach Luv hoch. Die anderen Boote schlängeln sich hinter uns, überwiegend aber in Lee. Nach ca. 40 Minuten führen wir das Feld wieder an. Wir versuchen ein wenig mehr Höhe mitzunehmen, Klaus folgt uns.
Die erste Bahnmarke soll die Isla Redondra sein, diese ist Stb zu runden (einmal rum) und weiter nach Cabrera (Hafeneinfahrt). Die Yacht 24 (Oceanis 411), das früh gestartete Zielboot, passieren wir nach ca. 90 Minuten.
Der Wind kommt südlicher und nimmt ab. Über Funk wird die Regatta verkürzt, es geht nur noch an Redondra vorbei, danach nach ca. 1 sm sollen wir das Zielschiff initiieren.
Der Wind kommt immer südlicher, so dass wir uns um Redondra rumschummeln müssen. Welche Yachten noch ohne zusätzlichen Schlag rumkommen wissen wir nicht, Redondra versperrt uns die Sicht.
Ziel Cabrera — Wir gehen nach 2:59 h ins Ziel und halten die Position.
Zur Belohnung gibt es Baguettes, Bier und Tunnel.
Nach über 20 Minuten geht die Yacht 24 (20 Minuten vor uns gestartet) ins Ziel. Wir werden mit Applaus begrüßt und man gratuliert uns. Die 24 übernimmt nun ihren Job als Zielboot und entlässt uns.
Drittes Boot im Ziel (ca. 40 Minuten nach uns ist die Yacht 4. Das war ein zweiter Platz für Klaus, Manner, Peter und Crew.
Gegen 16.00 machen wir an der Mooring 24 fest. Auf dem Kartenplotter sieht die Bucht von Cabrera wie Minesweeper aus, alle Moorings sind eingezeichnet. Das Schlauchboot geht zu Wasser und wir fahren in zwei Schüben an Land und wandern zum Castel hoch. Herrlicher Ausblick!


Es sind immer noch nicht alle Yachten durchs Ziel gegangen, Yacht 24 liegt immer noch „vor Anker”.
Am Hafen von Cabrera trinken wir Campari O und treffen noch mal die Crew der Yacht 4.
Zurück an Bord hören wir, dass Paul Lehmann auch hier vor Anker liegt. Er ist jetzt Skipper einer griechischen Charteryacht und verdient sich so seine Brötchen.

Vegetarisches Abendbrot, Bruschetta und dann Reispfanne mit Gemüse.
Die Service-Batterie zeigt nur noch 8 Volt an, also bleibt heute das Licht aus und wir gehen ziemlich früh ins Bett (21-21.30).

Spruch des Tages:
„Yacht 7 an alle: na na na na na na!”
(*ist natürlich so nie gefunkt worden)

Freitag, 04.11.2005 La Cabrera — El Arenal

Heute vor 18 Jahren und einen Tag erwachte TF das erste Mal in einem Armeebett ....
Aber das will keiner wissen.


Geweckt werden wir von palavernden Möwen. Frühstück wie gewohnt — Klasse! Danach lassen wir den Motor nachtourig laufen, um die Batterie zu laden. Da sich aber an der Anzeige nichts tut, entscheiden wir, dass die Anzeige kaputt ist. Eine andere Yacht hat noch größere Probleme, die Starterbatterie ist runter.
Massenstart mit Zeitfenster zwischen 09.45 und 10.00 Uhr.
Wir starten als zweites Boot fast querab mit Yacht 4. SW-lich (1 Kabel) vor El’Toro soll das Ziel sein, dann wird D’Andraitx als Hafen angestrebt. Bis zum Ziel sind es 28 sm.
Das Feld fädelt sich wieder hinter uns auf.
Klaus und ein anderes Boot sind in Luv, alle anderen folgen achteraus, die Yacht 19 mit Skipper Gerd Zucker folgt uns wie ein Schatten.
Heute sieht es mal zur Abwechslung so aus, als ob es ein enges Rennen wird. Bis zu 20 kn Wind, zwischenzeitlich reffen wir, was aber auf die Geschwindigkeit keinen Einfluss hat. Es kommt keiner auf, Klaus ist weit in Luv, die 19 100m hinter uns. Wir können das Ziel bis auf 10° anliegen, sieht nach Kreuzschlägen südlich des Kaps aus. Irgendwann kann die 19 unsere Höhe nicht mehr halten, oder hat keine Lust mehr oder was auch immer. Auf jeden Fall versucht die 19 weit in Lee durchzubrechen, klappt aber irgendwie nicht. Irgendwann wendet die 19 und hat etwa eine halbe sm auf uns verloren.
Wir reffen wieder aus. Klaus ist immer noch weit in Luv, aber auch weit achteraus.
Es ist wie täglich (und das ist nicht arrogant gemeint), bis zur Hälfte der Regatta bleibt alles recht eng beisammen und dann ziehen wir weg ...... So auch heute.

Aus Palma kommt eine Fähre nach der anderen, aber alle laufen klar von uns.
Wir schaffen die Insel El’Toro nicht und kreuzen dicht unter Land auf. Die Taktik geht auf. Diejenigen, die unter Land fahren machen gut, die anderen verlieren. TS’s Erfahrung von vielen Kap Arkonas!!!
14:50:40 peilen wir El’Toro in NO in unter 1 Kabel = Zieldurchfahrt!
Im Laufe der Regatta wurde von Yacht 1 schon entschieden, dass wir nicht nach D’Andraitx segeln, für heute Nacht, morgen früh soll es auf NO 5-6, in Boen 8-9 aufbrisen.
Zieldurchgang und ab in die Palmabucht ist die neue Parole.
Yacht 3 (15:19), Yacht 19 (15:22), Yacht 2 (15:25) und Yacht 4 (15:28) sind die nächsten. Auf Anfrage erklärt Yacht 11, dass sie noch 2,5 h zum Ziel braucht. Die eigentlich geplante 2. Regatta des Tages wird daher verworfen.
Wir feiern unseren Sieg mit Baguettes und Bier und drehen ab in Richtung el Arenal.
Der Himmel wird immer dunkler und der Wind dreht schon mal ganz langsam auf NO.
17.30 Uhr sind wir fest in El Arenal am Westkai. 17.20 Uhr geht Yacht 11 (Der Dicke Dieter) durchs Ziel.
TF geht Duschen, HR kämpft sich durch spanisches Verwaltungswirrwarr, MK hat Bootswache und der Rest sorgt für Nahrungsnachschub.
19.00 Uhr Alle wieder an Bord, es gibt Cocktails (Campari — O). TF schreibt seine Memoiren.... Ach nein, Bordbuch natürlich, ...
der Rest der Crew macht Abendessen, Reis mit Champis und Scampis. Sehr lecker!!!!!

Spruch des Tages:

„Crew Yacht 7 an Oranges: na na na na na na .....!!!”
(als der einzige Brecher des Tages auf EK´s orange Ölzeug niederging)

Die Scampis waren reichlich und mega — lecker.
Nach dem Essen wandern wir die ganzen Balenarios (Ballermänner) entlang, aber alles ist tot. Schließlich landen wir in einer kleinen Bar in einer Seitenstraße auf einen Drink.

Sonnabend, 06.11.2005 El Arenal — Palma
Gestern wurde noch vereinbart, dass um 11.00 Uhr Kontaktaufnahme auf Kanal 72 erfolgen sollte. Jetzt bekommen wir zufällig mit, dass der Termin auf 09.30 Uhr vorverlegt wurde. Schön, dass man uns informiert hat! Also brechen wir auf und laufen unter Hochtouren nach Palma zur Startlinie.
Egal was der Plan war, wir werden rechtzeitig am Start sein!
Das Startfenster ist 11.15 — 11.25 Uhr.
Wir starten ca. 1 Minute nach Öffnung. Es briest ganz schön aus NO (5-6). Es sind Spitzen von 7 angesagt.

Nach dem Start fahren wir diverse Halsen .... Irgendwie knallt der Baum ganz schön jedes Mal. Irgendwann fahren auch wir Schmetterling und wenden nach der Insel Del Sech als zweites Boot hinter der ca. 20 min vor uns gestarteten Yacht 24.

Auf der Kreuz bleiben wir unter Land, wenige folgen uns. Dichtester Verfolger ist Yacht 4 mit Klaus und Manner. Der Wind briest bis 35 m/s auf. Nach der Halse um die Insel del Sech geht das erste Reff rein.
Weit achteraus bricht der Yacht 21 im oberen Bereich der Mast. Wir überlegen, die Regatta zu beenden und zu helfen, aber der Fakt, dass viele andere Boote dichter sind, und auch die Yacht 1 unsere Hilfe freundlich ablehnt, segeln wir weiter. Das zweite Reff, dass zwangsläufig rein muss, stellt ein kleines Problem dar. Die Reffleinen 1 + 2 kooperieren nicht so richtig miteinander, aber nach ca. 10 Minuten ist alles ok.
Ca. 2 sm vor dem Ziel in der Hafeneinfahrt Palma passieren wir Yacht 24 und werden von der Crew beklatscht. Sportlich faire Crew.
Kurz vor unserem Zieldurchgang schockt uns die Yacht 11 (der Dicke Dieter) mit der Funknachricht, dass er eben durchs Ziel gegangen ist. Wie kann das denn sein? Fragende Blicke. Wir haben keine Ahnung. Egal, 13:39 Uhr gehen wir durchs Ziel. Yacht 24 übernimmt nach uns die Zielposition.
Es regnet ...... Zum Glück erst jetzt.
Bei VIVA — Yachtcharter angekommen, sehen wir die Yacht 19 am Steg. Probleme mit den Groß-Rutschern.
Nach und nach kommen die anderen Yachten rein. Yacht 13 macht neben uns fest. Gerhard Zucker mit Yacht 10 folgt etwas später. Über Funk hören wir, dass die Yacht 11 noch 1,4 sm zum Ziel hat ....... das macht Sinn. Wer weiß, was Dieter da gesehen hat.
Nach dem Anlegen gibt es Bier im Salon, einen Schluck aus Peters Flachmann, Oliven und Kräcker.
Wir haben definitiv gewonnen, mal sehen wie wir noch hingerechnet werden.

Spruch des Tages I:
„Das interessiert nur den BBKF*”
(HR auf irgendeinen Kommentar.)
*BBKF .... bitter böser Klassenfeind

Spruch des Tages II:
„Nun hör doch mal auf mit diesem Scheiß-Vitamin�Gesaufe, trink Bier und du wirst geschmeidig!”
(MK zu HR, als der mal wieder Zitronenwasser trank).

Zurückgelegte Seemeilen:
30.10. Palma — La Rapita: 25 sm
31.10. La Rapita — Porto Colom: 28 sm
01.11. Porto Colom — Porto Christo: 17 sm
02.11. Porto Christo — Porto Petro: 15 sm
03.11. Porto Petro — La Cabrera: 20 sm
04.11. La Cabrera — L´Toro — El Arenal: 46 sm
05.11. El Arenal — Palma — I. del Sech: 20 sm
Gesamt:....166 sm

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