• Akademischer Segler-Verein zu Rostock e.V.,Uferpromenade 1, 18147 Rostock

GedserCup ft. Universitas

altJa auch die Universitas segelt noch. Ist es die letzte Zeit doch etwas ruhig gewesen, hieß es Start zum GedserCup am 25./26. August. Nach einer Saison im Umbruch der Crew war es diesen Sommer teils schwer ausreichend Mann zum Training zu organisieren. Mit Christian, Malte, Brian Frank und Hauke hat sich um die ältere Riege mit Skipper Gunnar und Sasche nun doch etwas wie eine Stammcrew gefunden, um in Zukunft wieder öfters Regatten im Ostseeraum bestreiten zu können.

Mittlerweile hat sich die relativ neu zusammen gewürfelte Crew schon gut auf dem Boot eingelebt und wurde zu der Überfahrt nach Dänemark noch durch die „alten Hasen“ Robert und Michael unterstützt. Es sollte es der erste längere Törn abseits der Mittwochsregatta werden. Wobei mit knapp 30 nm die Distanz ein angenehmes Tagsepensum versprach.
GedserCup - also einmal Gedser und zurück bitte! Neben der sportlichen Gangart zu Segeln, sollte auch der kammeradschaftlichen Seglergemeinschaft gefröhnt werden, aber dazu später noch mehr.
Zuvor ein kurzer Flashback, denn noch am Freitag stand die Teilnahme so wackelig wie Opa Willi auf nem Longboard. Rückblick Mittwochsregatta: nach einer anständigen Wettfahrt schien unser Volvo in den Streik treten zu wollen. Verhandlungen vorerst erfolgslos, so dass die Uni unter Segeln die Warnow hinauf fahren musste. Währenddessen wurde bereits am Patienten Systemursachenforschung betrieben. Diagnose: Spritförderpumpe, was dann später vom Ersatzteilhändler auch bestätigt wurde. Dieser bestimmt sehr kompetente Mann versprach die Problemlösung mittels neuer Pumpe zum Freitag. Und oh Wunder, neue Pumpe da, jedoch nix passa passa! Offensichtlich die richtige Pumpe für den falschen Motor! Und nun? GedserCup ade? Nö nö, geballte Bullischrauberfachkompetenz ist ja gleich 3-fach vorhanden, so dass Christian, Malte und Brain kurzerhand die Förderpumpe reparierten - das wohlgemerkt am Freitag! Problem gelöst, Motor schnurrt wie ein kleines Kätzchen, rrrrrrrr!

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Also konnte am Freitag planmäßig Proviant gebunkert und das Schiff nach Warnemünde gelegt werden. Der größte Teil der Crew verbrachte die Nacht vor dem Start schon auf der „Uni“ und läutete bei einem „Vor-segel-Bier“ das Segelwochenende ein.
Früh um acht stolperten Gunnar und Christian a.k.a. Düs zur Steuermannsbesprechung, bevor erstmal ausgiebig an Bord gefrühstückt wurde, denn wegen des Känguru-Startverfahrens und unseren schnellen Schiffes, war unser Start erst 1:16h nach dem Ersten um 9:00.
Dieser gestaltete sich recht unspektakulär. Bei annähernd Südwind mit 8-10 ktn hieß es sofort Spi setzen. Mit 2 Halsen glich die Hinfahrt eher eine gemütlicheren Ausfahrt denn einer Regatta, zumal auch der anfängliche Regen der Sonne nichts mehr entgegen zu setzen hatte. Außer dem Mann am Spi und am Rohr hatte niemand groß zu tun, genoss das ruhige Wetter und lauschte gebannt den Geschichten wilder Segelabenteuer unserer „Alten“ an Bord.

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Nach etwa 4 Stunden wurden wir in Gedser abgetutet. Wie sich abends zur Sigerehrung der Wettfahrt (beide einzeln gewertet) heraus stellen sollte, lediglich Platz 23 von 32. Etwas enttäuschend und sicherlich auch dem Startverfahren und der Yardstickschummelei geschuldet. Vermutlich waren auch die Segelanweisungen für einige Teilnehmer nur Makulatur. Die Wettfahrtleitung jedenfalls schien angesichts 100 € Protestgebühr allen Stress von sich halten zu wollen. Schlecht gesegelt sind wir jedenfalls nicht, ev. hätte ein längerer Schlag ostwärts die Platzierung verbessern können, bleibt jedoch Spekulation.

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Die Abendveranstaltung indes war gut organisiert und brachte alle Segler im Festzelt zusammen. Auf diversen glühenden Grills wurde Mitgebrachtes zubereitet. Ausreichend Freibier bekannter Hausmarke trug zur allgemeinen Heiterkeit bei. Die dänische Liveband „Old And Young feat. Gylle“ legte sich ordentlich ins Zeug, so dass zahlreich die Tanzbeine geschwungen wurden. Bei seglerischem Klönsnack endete der toller Abend zu später Stunde. Am nächsten Morgen wurden bei einem „Erfrischungs-Bad“ am Strand schon einige Schiffe winkend verabschiet, die sich aufgrund des angekündigten auffrischen Windes gegen die Teilnahme an der zweiten Wettfahrt entschieden hatten. Bei frischen Brötchen und Kaffee an Deck wurde anschließend ausreichend Kraft für den bevorstehenden Tag getankt.

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Der neue Tag verhieß dann Segelwetter, bei dem die Entspannung erst wieder in Gehlsdorf einsetzen sollte. Wind aus Südwest mit 15-20 ktn dazu entsprechend Seegang. Der Kurs war also vorgegeben, ein direkter Anlieger nach Warnemünde zurück. Zum Start in der Fahrrinne (dieses mal in 2 Startgruppen) kam etwas Hektik auf, als sich beim Großsegelsetzen eine Segellatte verabschiedete - keine 5 min bis zum Start. Durch den Tausch hielten wir uns etwas zurück. Rückblickend kein echter Nachteil, denn in der engen Fahrrinne ging es gut zur Sache. Trotz der Probleme, konnten wir recht gut auf Backbordbug starten, dann umlegen und hoch am Wind gen Süden segeln. Mal etwas Abfallen, mal Anluven. Bei anständiger Welle war der Ritt auf der Kante aber alles andere als entspannt, sollte dank vorwiegendem Sonnenschein allerdings nicht die Stimmung trübten.

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Mit 8 Knoten Fahrt erreichten wir schon nach gut dreieinhalb Stunden die Mole vor Warnemünde. Nach dem Motto: kurz aber heftig waren alle ziemlich kaputt, als wir schon um 14:00 wieder im Alten Strom anlegten. Das ständige Ein- und Ausreffen, der ehrgeizige Trimm an den Segeln und die Arbeit an der Pinne, um das mittelmäßige Ergebnis vom Vortag noch etwas aufzumöbeln hatten sehr geschlaucht.
Müde, aber zufrieden konnten wir den Nachmittag damit verbringen, das Schiff wieder zu klarieren. Ergebnis:fünfter im Ziel, gerechnet 11! Well done!
 
Matthias/Hauke

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