• Akademischer Segler-Verein zu Rostock e.V.,Uferpromenade 1, 18147 Rostock

Urlaubsüberführung Rostock Vitte

Bernd Lange
Holger Raths
Gerd Lange (Gast)

Es gießt aus "vollen Kannen", als BL gegen 17.30 Uhr Proviant vom ALDI und persönliche Sachen an Bord bringt. An der Mastdurchführung dringt wieder Wasser ein. Die Bilge gelenzt – es lohnte sich, schließlich hatte es schon mehrmals geregnet.

Auf dem Heimweg gegen 19.00 Uhr bei ESSO 10 Liter Benzin nachgekauft, zu Hause warten Inge und mein Bruder schon mit dem Abendessen.
20.45 Uhr Ablegen vom ASV-Steg mit Motor, der auf Anhieb anspringt. Immer wieder Regenschauer, W 5-6.
Da das Posi am Bug und auch das Dampferlicht ausfallen (Feuchtigkeit?), setzen wir die Genua und schalten das Posi-Topp ein, um bei der WS-Polizei nicht unangenehm aufzufallen. Mit 5-7 kn nach Warnemünde. Suchen uns im Alten Strom auf der Bahnhofsseite einen Liegeplatz neben einer Dehler36 aus Berlin, für unseren "Anleger" finden wir 4 begeisterte Abnehmer.
Unter Deck gibt es für uns zwei bei trautem Schein der Petroleum-Lampe Absacker-Bier, gegen Mitternacht verschwinden wir in den Kojen. Der Binnensegler GL kann angeblich überhaupt nicht schlafen – Regengetrommel, klappernde Fallen in der Nachbarschaft und das Fenderknarren im Schwell des Stromes sind für eine "Landratte" sicher ungewohnte Geräusche, gegen 04.00 Uhr hat BL Mitleid, und vermindert wenigstens das Fenderquietschen.
06.15 Uhr klingelt der Wecker, Morgenwäsche im Yachthafen, Frühstücksvorbereitungen.
07.00 Uhr ist HR mit frischen Brötchen und schwitzend vom Schleppen seines schweren Seesackes an Bord. Immer wieder Regenschauer, wir dehnen daher das Frühstück bis ca. 08.00 Uhr aus, danach binden wir ins Groß doch das 1. Reff.
Ca. 09.00 Uhr mit Motor abgelegt – im Strom wird es langsam lebendig – Ostseewoche!!!
09.25 Uhr Mole mit Ge, G 1 Reff und Motor vor auslaufenden Fähren passiert. Bei Gitti und Inge per Handy abgemeldet, das Bordbuch ist erneut nicht zu finden – also Kladdezettel!
DRSW 22 sm; KpK 35°; 6,3 kn; Seewetterbericht auf Kanal 24: W-NW 6 zunehmend 7-8!!!?
10.15 Uhr Graal-Müritz Seebrücke Stb querab, 1 sm; Sicht wird besser; NW 4-5; 6,7 kn.
Es gibt Äpfel und Studentenfutter.
10.40 Uhr Wustrow Seebrücke Stb querab, 1 sm – das Segeln macht Spaß!
11.00 Uhr Ahrenshoop querab, noch 7 sm bis DRSW; 6,5 kn.
Es regnet schon etliche Minuten nicht mehr. Was suchen die Hubschrauber über See?
Sonne!!! – "Sandemann", mehr Sonne – mehr "Sandemann"! Groß ausgerefft.
12.00 Uhr Tn DRSW; KpK 70°; 22,2 sm DORN.
Ge auf Bb ausgebaumt. BL bereitet das Mittagessen (Linseneintopf mit viel Zwiebel und Schinken und viel Bockwurst) vor. HR am Ruder, GL traut sich nicht, es "geigt".
13.00 Uhr Alle satt – Sonne pur! JK-Spi hoch, der Dornbusch ist schon zu sehen.
16.00 Uhr Tee, Kaffee, Schoko-Kekse und Inge-Kuchen (Hefekirschkuchen mit Sulf), seit 20 min laufen wir mit Motor, der erst nach mehreren Kerzenwechsel dauerhaft ansprang. Fastflaute, Sonnenschein, am Horizont ringsum Wolken.
Sherry-Time! 4,7 sm bis DORN; 5,5 kn bei Vollgas. Hiddensee empfängt uns lächelnd im Sonnenschein. Überall sind Segel zu sehen, dabei auch zwei Großsegler, schon im Dunst vor Graal-Müritz kam uns die grüne HUMBOLDT entgegen, bestückt mit Rahsegeln bei halbem Wind in Richtung Warnemünde.
Über den Strand hinweg ist ein gut gefüllter Yachthafen zu sehen. Ab Enddorn ist der Wind wieder da – aus W und hilft dem Motor. Den Steinhaufen am Enddorn (den wohl schon einige Boote unseres Vereins "kennengelernt" haben) umfahren wir mit dem GPS und laufen beim Tonnenpaar 5-6 ins Gellenfahrwasser. Am Verbindungsfahrwasser kommt der Wind genau von vorn. Wir kommen mit Motor nur langsam voran, trotz Vollgas (das Groß steht für den Fall aller Fälle noch). Erneut gibt der Motor, wieder einmal überhitzt seinen Geist auf. Also kreuzen wir hier und dann auch im Fahrwasser nach Vitte. Zum Glück ist wenig Verkehr. Im Nebenfahrwasser zum Seglerhafen springt der Motor wieder an und geht kurz vor den Boxenpfählen erneut aus – aber, wir sind da – und ziehen uns in unseren vorjährigen Liegeplatz. Der Hafen hat noch viele freie Plätze.
Ca. 18.30 Uhr am Steg fest, es gibt den letzten Sherry als "Anleger". Während wir nach dem Aufklaren im Sonnenlicht im Cockpit beim Abendessen und Rotwein sitzen, besucht uns Heinz Lyschrick – der GAUKLER. Es tut irgendwie gut, die bekannten Gestalten aus "alten Zeiten" wieder häufiger auf "unserer Insel" zu treffen, die ELAN hat ihren Sommerliegeplatz schon vor Wochen eingenommen und die ZENIT ist uns wohl auf den Fersen. Peter Littwin meldet sich von Freest kommend über Handy ebenfalls an, er will mit der MOONLIGHT am Sonntag in Vitte sein.
21.30 Uhr brechen wir zum "Klausner" auf und betrachten die Insel im Abendlicht von oben und später in der Dunkelheit mit dem Rücken am Leuchtturm sitzend die rotierende Strahlenglockenhaube des Feuers über uns.
Sonntag – Frühstücksbrötchen vom Bäcker, aufklaren, den Motor ausbauen und an den Heckkorb hängen, das Sonnensegel setzen, die am Heck mitgeführten Fahrräder fertigmachen – so vergeht die Zeit im Fluge.
12.30 Uhr mit der Fähre nach Schaprode, Inge und Sigrid erwarten uns dort mit ihrem Gepäck für den Inselurlaub und dem Auto für unsere Rückfahrt nach Rostock.

Anmerkungen für Nichteingeweihte:
DRSW - ist die Position der Tonne Darßer Ort West
DORN - ist die Position der 10m – Tiefenlinie genau Nord vom Hiddenseer Leuchtturm
JK-Spi - ist der von einem Jollenkreuzer "geerbte" Spinnaker, gut für viel Wind, hatten wir schon bei 8 bft oben
Alle anderen Abkürzungen sind Seglern geläufig.

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